Königssee
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Regen. Blitze. Donner. Schon seit ca. 1 Stunde tobt ein heftiges Gewitter über dem Berchtesgadener Land. Die letzten Straßenkilometer sind anstrengend zu fahren, da man teilweise überhaupt nichts sieht. Die Scheibenwischer laufen auf Hochtouren und die Scheiben beschlagen rasend schnell. Dann endlich biegen wir auf einen großen Parkplatz und stellen das Auto ab. Ein Glück müssen wir nicht lange warten, bis die schweren Wolken vorbeigezogen sind.
Wir steigen aus und werden von einem Regenbogen begrüßt. Der Parkplatz ist wirklich riesig und nicht unbedingt geeignet, um hier die Nacht zu verbringen. Auf unserer Karte sehen wir einen kleineren direkt am Wasser.
Nach einer kurzen Fahrt bietet sich uns der erste Blick auf den Königssee. Die Wolken hängen tief in den Bergen. Die Luft riecht fantastisch. Nachdem Rakete geparkt ist, bauen wir alles für das Nachtlager um. Mittlerweile sind wir darin richtige Profis.
Dann steigen wir in unsere Badesachen und springen in den kühlen See. Das Wasser ist kristallklar, trotz des krassen grünlichen Farbtons, der von Kalkteilchen stammt, die das einfallende Sonnenlicht brechen. Wir drehen ein wenig unsere Runden und genießen dann den Ausblick aus unserem Kofferraum. Flow am Rechner, Jana am Buch.

Es wird dunkel. Der Parkplatz hat sich mittlerweile geleert. Nur ein paar weitere Autos, die die Nacht hier verbringen, sind noch dazugekommen.

Am nächsten Morgen, kurz nachdem wir unsere Augen aufgeschlagen haben, springen wir erneut in den See. Diesen Moment, früh morgens bei Nebel im See zu baden, ringsherum Berge, werden wir nicht so schnell vergessen.
Gegenüber liegen die Bootshäuser. Hier herrscht schon wildes Treiben. Jemand übt fleißig mit der Trompete. Am Bootssteg warten schon etliche Touristen, um auf den See hinaus zu fahren.
Auch wir haben das heute vor. Nachdem wir uns umgezogen, gefrühstückt und Rakete wieder umgebaut haben, wagen wir uns ins Getümmel. Die Fahrkarten nach St. Bartholomä kosten um die 30 Euro für zwei Personen und die Überfahrt dauert ca. 35 Minuten.
Das Boot legt ab und der starke Elektromotor lässt es leise und sanft mit ca 10 Km/h über den See gleiten.

Der Königssee ist an der tiefsten Stelle 190 Meter tief und hat Trinkwasserqualität, da hier keine Abwässer hineingeleitet werden. Er besteht aus Gletscher-, Quellen- und Regenwasser und ist der sauberste See Deutschlands. Wir genießen die umliegende Natur, den Wasserfall und natürlich den Ausblick. Nach ca. 15 Minuten hält das Boot an. Alles wird ganz leise und der Schiffsjunge holt seine Trompete raus. Gegenüber liegt der Echoberg und als der Trompetenton ertönt, gibt dieser ein perfektes Echo wieder.

Dann geht es weiter und wir kommen in St. Bartholomä an. Die Kirche mit den roten Kuppeldächern hat Flow noch in Erinnerung, als er zusammen mit der Schulklasse vor knapp 22 Jahren das erste Mal hier war. Ein wirklich einprägendes Bild.

Wir steigen aus, genießen ein paar Stunden am Wasser, essen einen geräucherten Saibling in der 400 Jahre alten Fischräucherei und fahren dann wieder mit dem nächsten Boot zurück.

Wieder am Auto beschließen wir zum Hintersee zu fahren. Die Fahrt dorthin über die Alpenstraße ist atemberaubend. Als wir am Hintersee ankommen, merken wir schnell, dass wir hier nirgends die Nacht verbringen können. So beschließen wir eine Kleinigkeit am Auto zu essen und dann zurück zum Königssee zu fahren.

Bis bald,

Jana&Flow

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© Florian Schreyer

Es gibt soviele schöne Plätze auf dieser Welt und oft grübelt man wochenlang über das nächste Urlaubsziel nach. Warum? Einfach drauf los und machen. Wohin? Vollkommen egal! Planen? Wieso?  Es wird doch erst ein unvergessliches Abenteuer, wenn man nicht immer alles plant.

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