Cinque Terre
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Da wir zu spät von Pisa losgefahren sind, legen wir einen Zwischenstopp in Marina di Pietrasanta ein. Hier haben wir einen schönen Parkplatz gefunden und machen uns in der hintersten Ecke daran Rakete umzubauen. Ebenfalls sind Duschen am Strand, so dass wir uns das Salz vom Mittelmeer abspülen können. Perfekt.

 

Als um 23 Uhr immer noch lauter Betrieb auf dem Parkplatz herrscht, wandeln wir das "Perfekt" in "Alter ist das hier ein Party-Parkplatz!" um. Wir wachen ständig auf, da es zu laut ist. Musik, Gespräche, Polizeiwagen, die mit Blaulicht den Parkplatz abfahren und Hunde, die einfach nicht aufhören zu bellen.

 

Was für eine Nacht. Naja, um wach zu werden springen wir erst einmal ins Mittelmeer und duschen uns kalt ab. Herrlich. Auf gehts in die Cinque Terre. Erster Stop ein kleines Café an der Straße, um uns einen Americano und einen Tee zu genehmigen. Zweiter Stopp: Porto Venere.


Porto Venere

Wir fahren die Einbahnstraße runter nach Porto Venere. Es gibt hier tatsächlich nur eine einzige Straße, die den Berg runter ins Dorf führt, durch das Dorf hindurch, und dann wieder hinaus den Berg hoch bis zum Ausgangspunkt: Ein riesiger Parkplatz. Es ist Mittagszeit und alle Parkplätze entlang der Straße sind besetzt. Das Dorf ist gut besucht. Wir drehen also einmal die große Runde, bis wir uns einen Platz auf dem riesigen Parkplatz suchen und den Bus, der alle 15 Minuten fährt, runter ins Dorf nehmen.

Unten angekommen schauen wir uns die kleinen Gässchen an, die Restaurants, die Chiesa di San Pietro, die Chiesa San Lorenzo und natürlich springen wir bei der Grotta di Lord Byron ins kühle Meer. Porto Venero ist ein wirklich schönes Dorf und wir sind, trotz der vielen Menschen, begeistert.

 

Gegen Abend fahren wir mit dem Bus zum Parkplatz, bereiten alles für die Nacht vor und freuen uns auf den nächsten Tag.


Riomaggiore

Der Weg nach Riomaggiore führt natürlich mitten durch die Berge. Ein ständiges Bremsen, Gas geben und Schalten. Rakete hält aber durch. Dann erblicken wir das kleine Dorf von der Straße aus. Wir halten an, schießen ein paar Fotos und hätten nicht gedacht, dass diese zwei Fotos die einzigen Fotos von Riomaggiore werden würden.

Als wir im Dorf ankommen, stehen wir vor zwei Schranken. Die eine Schranke ist nur für Anwohner und die andere Schranke führt in ein kleines Parkhaus und ebenfalls zu Anwohnerparkplätzen. Wir fragen die Parkwärterin, ob noch Platz sei. "Si", bekommen wir als Antwort. Wir fahren hinein, nehmen die 3 Euro pro Stunde in Kauf und ärgern uns, als wir ganz oben ankommen, denn es ist kein einziger Parkplatz auf den zwei Etagen frei. Also drehen wir mühsam Rakete um, fahren direkt wieder hinaus und bekommen eine mit Fragezeichen im Gesicht genervte Parkwärterin zu sehen. Wir sagen ihr, dass kein Platz mehr ist und fahren den Berg wieder hoch und weiter bis zum nächsten Ort.


Manarola

Wieder einmal geht es quer über die Berge. Wieder einmal ächzt Rakete, hält aber durch. In Manarola angekommen sind wir froh einen Parkplatz zu bekommen, denn auch hier ist das Dorf mit einer Schranke abgeriegelt.

Das Dorf ist malerisch schön und es macht Spaß herumzulaufen. Wir schauen uns alles in Ruhe an, suchen uns schon einmal ein Restaurant für später aus und gehen dann den kleinen Pfad am Berg entlang, der uns einen wunderbaren Ausblick auf das Dorf bietet. Ein wenig weiter, hinter dem Berg, ist eine Badestelle. Hier springen wir auch sofort in die Fluten und lassen uns die Sonne auf den Pelz brennen.

Dann knurrt der Magen und wir gehen zurück ins Dorf, um etwas zu essen. Danach entschließen wir uns nach Vernazza zu fahren.


Vernazza

Der Weg nach Vernazza toppt alles bisherige. Die Straße verläuft wild am Berg entlang, wird immer schmaler und brüchiger. Ein Schlagloch folgt dem nächsten. Hier wird weder Gas gegeben noch geschaltet. Die Bremse glüht und die Autos, die einem entgegenkommen kratzen schon am Aussenspiegel. Dann endlich stehen wir, wer hätte es gedacht, vor einer Schranke. Nur für Anwohner. Die gesamten Parkplätze sind belegt. Keine Chance hier etwas zu finden. Wir quälen Rakete also den gesamten Weg zurück und sind froh, als wir es geschafft haben.


Levanto

Als letzten Abstecher suchen wir uns Levanto aus, das uns zwei Freunde empfohlen haben. Die Fahrt ist diesmal erheblich einfacher. Wir können direkt in die kleine Stadt fahren und uns einen Parkplatz suchen. Schön hier, allerdings ist der Strand einfach nur grauenvoll. Es gibt viel zu viele abgesperrte Bereiche, die Privat sind und auf denen Liege an Liege stehen. Und dann gibt es da noch einen ganz kleinen mit Menschen vollgestopften Bereich, der wohl auch für uns gedacht ist. Ein Versuch zum privaten Bereich rüberzugehen schlägt fehl, denn der Badeboy fordert uns direkt auf, wieder in "unseren" Bereich zu gehen. Dennoch wollen wir wenigstens einmal ins Wasser hüpfen. Das Wasser ist allerdings so dreckig, so dass wir uns beide anschauen und gleichzeitig sagen: "Weg hier".

Zum Glück sind die bereitgestellten Duschen am Strand offen. Abduschen. Anziehen. Auto suchen. Strafzettel zerknüllen. Na toll. Rakete anschmeißen. Los!

Bis bald,

Jana&Flow

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© Florian Schreyer

Es gibt soviele schöne Plätze auf dieser Welt und oft grübelt man wochenlang über das nächste Urlaubsziel nach. Warum? Einfach drauf los und machen. Wohin? Vollkommen egal! Planen? Wieso?  Es wird doch erst ein unvergessliches Abenteuer, wenn man nicht immer alles plant.

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